Die  Schüchternheit überwinden  zu lernen scheint das A und O in der heutigen Gesellschaft zu sein. Doch das ist nicht so einfach, denn: Schüchternheit ist eine Charaktereigenschaft, die angeboren ist.

Sie betrifft oftmals intelligente Menschen, die sensibel veranlagt sind und über alles viel zu viel nachdenken.

Das Aufwachsen in einer Gesellschaft, die Bescheidenheit und Zurückhaltung ablehnt, verstärkt die angeborene Schüchternheit. So kommen immer mehr mangelndes Selbstvertrauen und Versagensängste hinzu.

Meistens ist der Werdegang folgender:

Bereits die Eltern fordern ihr schüchternes Kind auf, nicht schüchtern zu sein. Sicherlich meinen sie es nur gut. Doch sie impfen ihrem Kind von Anfang an ein, dass Schüchternsein etwas Falsches, also Schlechtes ist. Der Grundstein für ein sich mangelhaft entwickelndes Selbstwertgefühl ist damit gelegt.

(Viel besser wäre es, wenn die Eltern ihr Kind immer wieder loben und seine Schüchternheit gar nicht erwähnen würden.)

In der Schule geht es dann weiter. Ständig werden  schüchterne Schüler  kritisiert, weil sie schüchtern sind. Sie sollen lauter sprechen, sollen sich öfter melden, sollen die Schüchternheit unbedingt überwinden. Ansonsten, so sagt man ihnen, werden sie im späteren Leben angeblich versagen. Der schüchterne Schüler empfindet sich logischerweise als negativ/minderwertig und ist/wurde überzeugt davon, dass die anderen Schüler – die mit der großen Klappe – die Besseren sind.

(Auch hier wäre ein Entgegenkommen durchaus machbar, indem der Lehrer den schüchternen Schüler konsequent immer wieder dran nimmt, statt zu erwarten, dass dieser sich von allein meldet. Noch irrsinniger ist die gängige Praxis, Schülern, die sich nicht melden, eine schlechte Fachnote dafür zu geben.)

Der Hammer ist der Eintritt ins Berufsleben. Hier lauten immer wieder die Ratschläge: Bewerber sollen sich selbstbewusster und toller darstellen, als sie in Wirklichkeit sind. Schließlich soll man sich ja so gut verkaufen, wie es nur geht.

Doch das grenzt doch an Unehrlichkeit!

Logischerweise geht das einem schüchternen Menschen gegen den Strich.

(Warum soll er sich so darstellen, wie er gar nicht ist? Warum darf der Personalchef nicht merken, dass er ein wenig schüchtern ist? Seine beruflichen Leistungen können trotzdem gut sein und mit dem Erfolg wächst auch sein Selbstbewusstsein – von ganz allein.)

Ja, die Gesellschaft sorgt auf jeden Fall dafür, dass schüchterne Menschen gerade am A n f a n g ihres Lebens ein mangelndes Selbstvertrauen entwickeln. Denn Großklappen und Aufschneider werden ihnen von allen Seiten als Vorbild gegenüber gestellt. Sich durchboxen, egoistisch sein, Unehrlichkeit und vor allem die Devise „Gib nie Schwächen zu“, das scheinen die begehrten Eigenschaften von heute zu sein.

Zum Glück funktionieren diese so genannten „starken“ Eigenschaften aber nicht immer. Wie herrlich!

Denn spätestens wenn es um natürliche Gefühle wie Zuneigung und Liebe geht, kehren die Anforderungen wieder auf ein normales Maß zurück.

Das Herz lässt sich nicht betrügen.

Gerade den jungen Männern, die ja meistens den Anfang einer Beziehung bewerkstelligen müssen, sollte klar sein, dass sie bei Frauen mit ganz anderen Eigenschaften als Großspurigkeit punkten.

Beim Thema Zuneigung und Liebe zählt Schüchternheit nämlich zu den Tugenden, genauso wie Bescheidenheit und Ehrlichkeit. Ja, hier ist Schüchternheit plötzlich etwas Positives.

Ups?

Das ist für einen schüchternen jungen Mann schwer zu verstehen, hat er doch in seinem bisherigen Leben nur Kritik wegen seiner Schüchternheit erfahren.

Schüchternheit gehört in der Liebe zu den positiven Eigenschaften,denn die Liebe ist etwas Natürliches. Und deshalb sind bei ihr Natürlichkeit und Ehrlichkeit gefragt, nicht Aufschneiderei.

Leider versuchen manche Ratgeber auch auf diesem Gebiet, mit ihren dubiosen Ratschlägen zu kommen, indem sie die oben genannten unehrlichen Eigenschaften beschönigen. Von wegen „So kriegt man jede Frau am ersten Tag rum“ und ähnliche anmaßende Macho-Weisheiten.

Frauen sind doch keine Automaten, die auf Knopfdruck anspringen!

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